Von unserem Man of La Mancha (1990) haben wir nur das Plakat – keine echten Aufführungsfotos und keine Besetzungs- oder Orchesterliste, nur Regie und musikalische Leitung sind bekannt. Wart ihr 1990 auf der Bühne, im Orchester oder hinter den Kulissen dabei? Habt ihr Fotos von den Aufführungen, ein Programmheft oder eure Namen für die Besetzungsliste? Dann meldet euch – wir möchten diese Produktion vollständig ins Archiv aufnehmen.
Im Kerker der Inquisition verteidigt sich der Dichter Miguel de Cervantes mit einem Theaterstück: Er wird zum greisen Ritter Don Quijote, der mit seinem treuen Sancho Pansa auszieht, gegen Windmühlen kämpft und in der Magd Aldonza seine edle Dame Dulcinea sieht. Das Musical von Mitch Leigh, Dale Wasserman und Joe Darion nach Cervantes’ »Don Quixote« erzählt vom unbeirrbaren Traum, die Welt besser zu sehen, als sie ist.
Von dieser Produktion ist leider keine vollständige Besetzungsliste und kein vollständiges Programmheft in unserem Archiv erhalten geblieben. Daher sind die hier angegebenen Namen unvollständig.
Der Dichter Miguel de Cervantes wird mit seinem Diener in den Kerker der Inquisition geworfen und wartet dort auf sein Verhör. Die Mitgefangenen halten über ihn ein Scheingericht und wollen ihm seine Habe nehmen – darunter das Manuskript, an dem er schreibt. Um es zu verteidigen, bietet Cervantes ihnen ein Schauspiel an: Vor ihren Augen verwandelt er sich in den Ritter Don Quijote, seinen Diener in den Knappen Sancho Pansa, und die Gefangenen übernehmen die übrigen Rollen.
Don Quijote zieht aus, um das Zeitalter der Ritterlichkeit wiederzuerwecken. Im Kampf gegen eine Windmühle, die er für einen Riesen hält, unterliegt er und schiebt die Niederlage auf einen bösen Zauberer. In einer Schenke, die er für eine Burg hält, begegnet er der Magd Aldonza. In ihr sieht er seine reine Herrin Dulcinea und schwört ihr ewige Dienste – zur Verwirrung und zum Ärger der abgehärteten Frau. Vom fahrenden Barbier nimmt er das Rasierbecken und trägt es als »goldenen Helm des Mambrino«. In der Nacht hält er Wache, um vom Wirt zum Ritter geschlagen zu werden. Als Aldonza ihn nach dem Sinn seines Tuns fragt, antwortet er mit seinem Bekenntnis »Der unmögliche Traum«. Sie beginnt, an diesen Traum zu glauben – und wird dafür von den Maultiertreibern roh geschlagen.
Da tritt der Ritter von den Spiegeln gegen Don Quijote an. Er zwingt ihn, sich in den Spiegeln als alten, törichten Mann zu sehen, und besiegt ihn so. Hinter der Rüstung verbirgt sich Dr. Carrasco, den die Familie ausgesandt hat, um den Verwirrten zur Vernunft zu bringen. Gebrochen kehrt der Alte heim und legt sich zum Sterben nieder. Aldonza dringt an sein Lager und beschwört ihn, wieder Don Quijote zu sein. Für einen Augenblick richtet er sich auf – dann bricht er zusammen und stirbt. Aldonza aber hat den Traum bewahrt: »Mein Name ist Dulcinea.«
Im Kerker geben die erschütterten Gefangenen Cervantes sein Manuskript zurück. Die Inquisition ruft ihn zu seinem wirklichen Prozess.