Archiv-Aufruf · 1995

Wer stand 1995 auf der Bühne?

Zu »A Vision of Metropolis« (1995) haben wir Fotos, aber nur eine lückenhafte Besetzung. Wart ihr dabei – auf, neben oder hinter der Bühne? Habt ihr ein Programmheft oder eine Besetzungsliste? Dann meldet euch – wir möchten allen Beteiligten ihren Platz im Archiv geben.

Worum es geht

Metropolis ist die letzte Stadt einer erschöpften Welt: Oben lebt die Elite in Wohlstand und Sorglosigkeit, tief darunter halten die Arbeiter in Zehn-Stunden-Schichten die Maschinen am Laufen, von denen die Stadt lebt. Unter ihnen bewahrt Maria die Erinnerung an eine Welt mit Sonne, Blumen und Bäumen und unterrichtet heimlich die Kinder der Arbeiter. Als sie mit ihnen für einen Augenblick ans Licht kommt, folgt ihr Steven, der Sohn des Herrschers John Freeman und Erbe von Metropolis, hinunter in die Tiefe. Sein Vater aber fürchtet Marias Einfluss: Der Wissenschaftler Warner soll seinem Roboter Futura Marias Gesicht geben, damit die falsche Maria die Arbeiter noch tiefer in die Maschinen treibt. Eine Katastrophe apokalyptischen Ausmaßes droht…

Mitwirkende

Ensemble
StevenTobias Eschholz
JadeSarah Jankowski

Von dieser Produktion ist leider keine vollständige Besetzungsliste und kein vollständiges Programmheft in unserem Archiv erhalten geblieben. Daher sind die hier angegebenen Namen unvollständig.

Handlung

Metropolis ist die letzte Stadt einer erschöpften Welt – eine Erfindung John Freemans, gelegen in ewiger Nacht und ohne natürliche Energiequellen. Was die Stadt am Leben hält, ist menschliche Kraft: Tief unter der Erde schuften die Arbeiter in Zehn-Stunden-Schichten an gewaltigen Maschinen, während über ihnen die Elite in Wohlstand und Sorglosigkeit lebt.

Erster Teil

Die Handlung beginnt im Maschinenraum, wo die Arbeiter den Druck der Anlagen unerbittlich bei 101.11 halten müssen (»101.11«). Als Jade, die Geliebte des Arbeiters George, in den Zahnrädern einer Maschine ums Leben kommt, gerät das ohnehin brüchige Gleichgewicht der Unterwelt ins Wanken. Unter den Arbeitern lebt Maria, die die Erinnerung an eine Welt mit Sonne, Blumen und Bäumen bewahrt. Heimlich unterrichtet sie die Kinder der Arbeiter, damit diese Erinnerung nicht stirbt und die Hoffnung auf Freiheit lebendig bleibt (»Hold Back the Night«).

Hoch über der Unterwelt herrscht John Freeman in seinem Kontrollraum. Er ist stolz auf sein Werk und die Perfektion seiner Maschinen (»The Machines Are Beautiful«). Sein Sohn Steven, der Erbe von Metropolis, teilt den Machthunger des Vaters nicht – er besitzt ein Gewissen, weshalb Freeman ihn bewusst über die Zustände in der Tiefe im Unklaren lässt.

Maria wagt sich mit ihrer Schar Kinder für einen Augenblick ans Licht (»Oh, My, What a Beautiful City«). Dort begegnen sich Steven und Maria zum ersten Mal. Von ihrer Schönheit und Unschuld ergriffen, folgt Steven ihr in die Unterwelt. Um das Leben der Arbeiter zu verstehen und Maria nahe zu sein, tauscht er die Kleider mit George, dem Arbeiter 11811 – der seinerseits unerkannt nach oben unter die Elite gelangt (»It’s Only Love«).

Steven findet Maria wieder und erkennt, dass sie die geistige Führerin der Arbeiter ist (»You Are the Light«). Doch sein Weg in die Tiefe bleibt Freeman und dessen erstem Leutnant Jeremiah nicht verborgen. Beunruhigt über Marias Einfluss schmiedet Freeman einen Plan, um sie auszuschalten und die Arbeiter noch fester zu unterwerfen.

Zweiter Teil

Der Wissenschaftler Warner hat einen Roboter fast vollendet, den er Futura nennt. Es fehlt ihm nur noch ein Gesicht (»Perfect Face«). Auf Freemans Befehl wird Maria entführt, damit Warner der Maschine ihre Züge geben kann. Fortan Freeman blind gehorsam, wird die falsche Maria – Futura – in die Unterwelt geschickt (»Futura«). Dort soll sie die Arbeiter zu noch härterer Arbeit treiben und dazu bringen, auch die Kinder an die Maschinen zu stellen, um so die Hoffnung zu ersticken, die die echte Maria geweckt hatte.

Zugleich wird die falsche Maria der genusssüchtigen Oberschicht als neues Ideal präsentiert (»Nothing Really Matters«). Zynisch und lebenshungrig lassen sich die Elitisten von ihr betören, während sie unter den Arbeitern Zwietracht sät.

Warner aber wird – wie zuvor schon Steven – von der Unschuld der wahren Maria überwältigt und lässt sie frei. Als dies entdeckt wird, bezahlt er dafür mit dem Leben – doch Maria kann ihr Volk wieder anführen. In der Unterwelt bricht unterdessen Futuras Wahnsinn hervor: Im Versuch, Steven zu töten, ermordet sie George, der in Stevens Verkleidung zurückgekehrt ist. Die Arbeiter erkennen in Futura das Werk des Teufels und werfen sie in einen Hochofen.

Im Augenblick ihrer Zerstörung kehrt die echte Maria zurück. Die Arbeiter erheben sich und drohen, Metropolis zu vernichten, indem sie die Maschinen zerschlagen. Maria und Steven führen sie in die vermeintliche Sicherheit der Oberwelt – doch ohne Energie kann die Stadt nicht überleben. Freeman, dem man fälschlich meldet, Steven sei von Futura getötet und seine geliebten Maschinen seien zerstört worden, sprengt in Wahnsinn und Verzweiflung den Kontrollraum; er und Jeremiah kommen in den Flammen um.

Am Ende treten Steven, Maria und eine Handvoll Arbeiter und Kinder ans Licht – hinaus in die Ruinen der Stadt, die ohne die Arbeit der Unterdrückten in sich zusammengebrochen ist. Die Zukunft liegt nun in ihren Händen (»Finale«) – verbunden mit einer eindringlichen Warnung vor der drohenden Zerstörung der Welt.

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