Von unserer Produktion Glory (1997) haben wir nur noch wenig im Archiv. Wart ihr dabei – auf der Bühne, hinter den Kulissen oder im Publikum? Habt ihr Fotos, Programmhefte, Plakate, Besetzungslisten oder Aufnahmen? Dann meldet euch – wir freuen uns über alles, was diese Produktion wieder lebendig macht.
Eine New Yorker High School für darstellende Kunst: Zwischen Tanzstudio, Musikraum und Schauspielunterricht ringen Coco, Bruno, Doris, Montgomery, Leroy und ihre Mitschüler um Talent, Anerkennung und den großen Traum vom Ruhm. Die »Fame«-Geschichte erzählt von Freundschaft, Ehrgeiz und dem Preis des Erfolgs – von der Musicalgruppe 1997 unter dem Titel »Glory« auf die Bühne gebracht.
Es gibt viele Wege, berühmt zu werden. Entweder hat man das Glück, wird entdeckt und schnell zum Star, oder man muß sich die Mühe machen, eine Künstlerakademie zu besuchen. Einen dauerhaften Erfolg garantiert beides nicht.
Abwechslungsreiche Tanzszenen, Musik von Klassik bis Rap – letzteres inszeniert von Bernhard Lefèvre als Burn E. – und beeindruckende schauspielerische Darstellungen wurden mit Applaus belohnt. Staunend sah sich das Publikum mit einem Auto auf der Bühne konfrontiert.
Liebe Besucherinnen und Besucher, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern und Lehrer!
Es ist uns eine große Freude, Sie zur 16. Produktion der Musicalgruppe der Goetheschule Wetzlar begrüßen zu dürfen.
Ein Schülermusical lebt vom Enthusiasmus der Schauspieler, von der Spontaneität und der Improvisation. Trotz aller Vorbereitung und des Strebens nach Professionalität bleibt für uns Schüler das ungewohnte Gefühl beim Auftritt auf der Bühne, »Lampenfieber« in seiner schönsten Form. Der daraus resultierende Enthusiasmus, die Freude am Schauspielern und Musizieren verleiht den Laienaufführungen ihren besonderen Charme. Das gilt für »Glory« sicher in besonderem Maße, mußten wir doch nur in einigen wenigen Fällen auf ehemalige Schüler, »alte Hasen«, zurückgreifen, um Rollen zu besetzen.
Bereits im Spätsommer 1996 stand die Entscheidung an, ein neues Musical auszuwählen. Die Wahl fiel auf »Glory«. Die große Zahl interessierter Teilnehmerinnen und Teilnehmer und die Auswahl eines Stückes ohne eine hervorstechende Hauptrolle legte die Auswahl nahe. In »Glory« sticht kein Charakter besonders hervor, alle sind auf ihre Art gleichermaßen wichtig.
Herzlichen Dank möchten wir an dieser Stelle den Hausmeistern, der Schulleitung und den Sekretärinnen der Goetheschule für ihre tatkräftige Unterstützung sagen. Ein Dank gebührt auch dem Förderverein für seine Unterstützung bei der Anschaffung der neuen Lichtanlage. Den Anzeigenkunden dieses Programmhefts sowie unseren Sponsoren danken wir für ihr finanzielles wie ideelles Engagement. Ein großer Dank gilt auch den Wetzlarer Festspielen: Herrn Geschäftsführer Miguel Marcos-Navas für die weit über logistische Hilfe hinausgehende Unterstützung sowie Herrn Intendanten Achim Plato für die Möglichkeit, erneut unser Musical im Rahmen der Festspiele zeigen zu können. Den Schülerinnen und Schülern der Kestnerschule danken wir sehr herzlich für ihre orchestrale Unterstützung. Wir danken Ihnen, liebe Gäste, für Ihren Besuch und die damit verbundene Anerkennung unserer Arbeit.
Viel Spaß bei »Glory«!
Musicals üben seit vielen Jahren eine starke Anziehungskraft auf viele unserer Schülerinnen und Schüler aus. So hat sich auch 1997 wieder eine große Gruppe zusammengefunden, um mit »Glory« die 16. Produktion auf die Bühne unserer Aula zu bringen, und bereits zum dritten Mal stellt sich die Musicalgruppe der Goetheschule mit »Glory« auch einer größeren Öffentlichkeit im Rahmen des regionalen Programms der Wetzlarer Festspiele vor.
Für Schüler eines Oberstufengymnasiums ist die Geschichte, die »Glory« erzählt – vom Weg eines Jahrgangs durch eine Hochschule für darstellende Künste von der Aufnahmeprüfung bis zum Abschluß –, ein besonders faszinierender Stoff, bei dem sich auch zur eigenen Situation vielfältige Bezüge herstellen lassen.
Eine Musicalproduktion ist ein Kraftakt, den die Schüler – unter ihnen viele Abiturienten – und einige Ehemalige – die das Musical nicht losläßt – in Teamarbeit und in weitgehender Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit mit großem Einsatz bewältigt haben. Die dabei hervorgetretenen und entwickelten Fähigkeiten im musikalischen und künstlerischen Bereich genauso wie in der Technik, Organisation und Öffentlichkeitsarbeit sind eindrucksvoll. Diese Leistungen machen uns Mut, auch zukünftig unseren Schülern breite Handlungsmöglichkeiten und Gestaltungsspielräume zu eröffnen.
Ich danke den Mitwirkenden und auch allen, die nicht auf der Bühne stehen, aber die Musicalgruppe bei ihrer Arbeit in den vergangenen Monaten unterstützt haben, und wünsche den Besuchern im Rosengärtchen und in der Aula einen unterhaltsamen Musicalabend mit »Glory«.
Martin Daus, Oberstudiendirektor
Sehr geehrte Musicalbesucherin, sehr geehrter Musicalbesucher!
Ich freue mich, Sie zur 16. Musicalproduktion der Musicalgruppe der Goetheschule Wetzlar begrüßen zu dürfen.
Das diesjährige Musical wurde von der gesamten Musicalgruppe ausgewählt. Ein besonderer Vorteil wurde darin gesehen, daß es sich hierbei um eine Schule mit ihren Schülern, Lehrern und alltäglichen Problemen handelt, so daß den Darstellern die Identifikation mit der jeweiligen Rolle nicht allzu schwer fällt.
Eine besondere Herausforderung ist bei der diesjährigen Produktion die Tatsache, daß die meisten Darsteller singen, tanzen, schauspielern und dazu noch ein Instrument spielen müssen.
Eine weitere, dramaturgische Herausforderung sind die häufigen Szenenwechsel, die oftmals sehr schnell gehen müssen, um das Musical in seinem Verlauf nicht allzu lange zu unterbrechen.
Es war eine interessante und spannende Herausforderung für Britta, Christoph und mich, dem Stück das dramaturgisch Notwendige zu geben, was eine Umsetzung auf der Bühne verlangt.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen unterhaltsamen Musicalabend.
Oliver Pfaff, Regisseur
1. Akt
Bring On Tomorrow
Es ist wieder einmal soweit: wie in jedem Jahr finden auch diesmal wieder die Aufnahmeprüfungen für die New Yorker »Highschool Of Performing Arts« statt. Zahlreiche Bewerberinnen und Bewerber sind gekommen, um den Weg einer Gesangs-, Schauspiel- oder Tanzausbildung zu begehen. Nachdem die Musik- und Schauspielausscheidungen ohne Zwischenfälle beendet sind, platzen mitten in’s Vortanzen Sophia und ihr Begleiter Leroy, der sie nur unterstützen soll.
Red Light
Nachdem die Auditions beendet sind, beginnt für alle Bewerber die Zeit des Wartens und Hoffens. Jeder wünscht sich, die Lehrer mit seinem Auftritt überzeugt zu haben.
Pray
Die Spannung löst sich, als die Liste der aufgenommenen Personen ausgehängt wird. Die Einen fallen sich vor Freude in die Arme und können ihr Glück kaum fassen, die Anderen jedoch senken ihre Köpfe und müssen sich damit abfinden, nicht gut genug gewesen zu sein.
2. Akt
I Want To Make Magic
Der erste Schultag beginnt. Miss Sherwood, die Klassenlehrerin, begrüßt die neuen Schüler. Nach den allgemeinen Einweisungen begeben sich die Schüler zunächst in den Tanzsaal, wo sie von Fräulein Nikulzewa, der russischen Tanzlehrerin, begrüßt werden. Es folgt die erste Stunde Schauspiel bei Mr. Ferrel, in der Bruno erzählt, warum er an dieser Schule ist.
Hot Lunch Jam
Ferrel verlangt von seinen Schülern, sich selbst zu beobachten; dazu soll es in der Folgezeit jeder schaffen, ein persönliches Erlebnis den Anderen mitzuteilen. Nachdem auch Mr. Schirinsky seine Einführung in das Unterrichtsfach der Musik gegeben hat, folgt die Mittagspause.
Out Here On My Own
Während alle in der Schulkantine eine große Party feiern, begegnen sich im Aufenthaltsraum die schüchterne Doris und der nicht minder zurückhaltende Montgomery. Die beiden kommen ins Gespräch und Montgomery berichtet, daß er der Sohn einer erfolgreichen Theaterschauspielerin sei und große Probleme mit Frauen habe. Lisa wird von Fräulein Nikulzewa zu einem Gespräch unter vier Augen bestellt. Sie eröffnet ihr, daß sie keine Zukunft mehr an dieser Schule habe, da sie nicht hart genug arbeite. In einer weiteren Schauspielunterrichtsstunde berichtet Doris von ihrem Erlebnis.
Rap
Lisa, die ihren einzigen Lebensinhalt im Tanzen sah, ist nach ihrem Rauswurf total deprimiert. Sie sieht keinen Ausweg aus ihrer Situation, deshalb beschließt sie, sich das Leben zu nehmen.
Bruno liefert sich ein lautstarkes Wortgefecht mit Musiklehrer Schirinsky. Die beiden diskutieren über die Vor- und Nachteile elektronischer Musik, als Brunos Vater auf der Straße erscheint und ein selbstkomponiertes Stück seines Sohnes der Öffentlichkeit präsentiert. Aus allen Ecken strömen Leute herbei, um zu Brunos Stück zu tanzen.
Fame
Miss Sherwood, die ansonsten sehr strenge und harte Klassenlehrerin der Highschool, beobachtet das Szenario. Tief in ihr erwacht wieder ihre Liebe zu ihrem Beruf und zu ihren Schülern. Gerührt und voller Stolz beginnt sie zu singen:
These Are My Children
Pause
Fortsetzung 2. Akt
Leroy hat zum wiederholten Male seine Hausarbeit vergessen und gerät daher in einen Streit mit Miss Sherwood. Nachdem sie ihn auffordert, einige Zeilen zu lesen, rastet Leroy aus.
Mabel’s Prayer
Am Ende einer Tanzstunde geht Mrs. Nikulzewa auf den einige Zeit zurückliegenden Selbstmord Lisas ein. Sie weist die Vorwürfe, sie habe Lisa in den Tod getrieben, zurück und macht den Schülern und Schülerinnen klar, daß die darstellende Kunst immer ein sehr hartes Geschäft sei. Mabel macht ihre Figur sehr zu schaffen. Sie sagt, sie könne dem Drang zu essen nicht widerstehen. Hillary befindet sich alleine im Tanzsaal und trainiert, als Leroy eintritt und sie beobachtet. Sie hört auf zu tanzen, gibt Leroy einen Kuß und die beiden verschwinden im Umkleideraum.
Dogs In The Yard
Coco schlägt Bruno vor, gemeinsam mit ihr eine Band zu gründen, doch Bruno lehnt ab. Nachdem Burn-E von seinem unglaublichen Ereignis berichtet hat, möchte Ralph allen mitteilen, was er erlebt hat. Er rastet aus, nachdem er von seinem Auftritt als Komiker in einem Club erzählt, da ihn die Leute dort ausgebuht hatten. So hat er die schmerzliche Realität des »Künstlerlebens« kennengelernt.
Let’s Play A Love-Scene
Coco erzählt, daß sie vor kurzer Zeit von einem angeblichen Modefotografen angesprochen wurde, um Probeaufnahmen zu machen. Nachdem sie das Angebot angenommen hatte und bei diesem Fotografen erschien, stellte sich bald heraus, daß dieser es nur auf Nacktaufnahmen abgesehen hatte. Bruno versucht, die niedergeschlagene Coco wieder aufzubauen. Nach einem intimen Gespräch wollen die beiden ihre gemeinsame Hausaufgabe einüben. Als es zum Kuß kommen soll, kommt Bruno eine Idee.
Hillary ist die letzte, die in der langen vierjährigen Schulzeit noch nichts erzählt hat. Ferrel fordert sie also auf, etwas zu erzählen. Sie beginnt, von ihren Karriereträumen zu erzählen. Es kommt heraus, daß sie ein Baby abgetrieben hat. Doris streitet sich wieder mit ihrer Mutter, doch sie läßt sich von nun an nicht mehr beirren.
Die vier Jahre sind nun beinahe um, und es geht auf die Abschlußprüfung zu. Leroy eröffnet Miss Sherwood, daß er ein Angebot einer renommierten Dancecompanie erhalten hat, er dort aber nur einsteigen kann, wenn sie ihn nicht durchfallen läßt. Montgomery, Doris und Ralph wollen für ihre Schauspielprüfung ein Stück einstudieren. In Montgomerys Wohnung kommt es zu einer Überraschung.
Glory
Die Prüfungen sind alle überstanden und die Schüler warten alle gespannt auf ihre Ergebnisse.
Pray (Reprise)
3. Akt
Es ist soweit, die Abschlußzeremonie mit der Diplomübergabe beginnt. Ralph ist die Ehre zuteil geworden, die Feier zu moderieren.
Bring On Tomorrow (Reprise)
Miss Sherwood erzählt, was aus den einzelnen Schülern und Schülerinnen der Abschlußklasse in späteren Jahren geworden ist. Es kommt darauf zum großen Finale.
I Sing The Body Electric
Ende