Ehemaligen-Projekt · 2001

Du bist in Ordnung, Charlie Brown

Premiere
2001
Wo
Aula der Goetheschule Wetzlar
Produktion
Ehemalige der Musicalgruppe
Archiv-Aufruf · 2001

Fotos vom Ehemaligen-Projekt 2001 gesucht

Von diesem besonderen Ehemaligen-Projekt haben wir das Programmheft mit der vollständigen Besetzung – aber noch keine Aufführungsfotos. Wart ihr 2001 dabei, auf oder hinter der Bühne, oder im Publikum? Habt ihr Fotos oder Erinnerungen? Dann meldet euch!

Worum es geht

Ein ganz normaler Tag im Leben der Peanuts – mit dem ewigen Pechvogel Charlie Brown, seiner philosophierenden Schwester Sally, der rechthaberischen Lucy, dem Beethoven-verehrenden Schroeder und natürlich Snoopy. 2001 brachten erstmals Ehemalige der Musicalgruppe dieses Peanuts-Musical von Clark Gesner in der Aula der Goetheschule auf die Bühne.

»Du bist in Ordnung, Charlie Brown« war eine Produktion besonderer Art: Nicht die aktuelle Schüler-Musicalgruppe, sondern Ehemalige der Musicalgruppe der Goetheschule Wetzlar fanden sich zusammen, um selbst wieder auf der Bühne zu stehen. Ausgangspunkt war das Jubiläumskonzert »A Night on Broadway« zum 20. Geburtstag der Gruppe im Oktober 1999.

Die Goetheschule präsentierte das Peanuts-Musical in ihrer Aula – mit der Infrastruktur der Gruppe, aber als eigenständiges Projekt der Ehemaligen. Es war die erste Amateuraufführung der 1999 überarbeiteten Fassung in Deutschland.

Mitwirkende

Ensemble
Charlie BrownChristoph Drewitz
LucySarah Jankowski · Alexandra Treutlein
SallyKatharina Best · Melanie Braun
LinusSven Bühler · Tobias Eschholz
SchroederStefan Zink
SnoopyJohannes Fischbach · Michael Höhler
Band
KlavierKlemens Kuhn · Ludwig Harsch
BassEdgar Grundmann
ViolineDaniel von Verschuer
PercussionJan Hemmelmann
SaxophonSteffen Gath
FlöteTobias Schmidt
Kreativteam
ChorleitungStefan Zink
Künstlerische BeratungAndreas Paal
Produktion
Produziert vonChristoph Drewitz
TechnikNadine Dotzauer · Peter Gaudermann · Sven Hahn · Anke Janz · Jens Kühne
TontechnikFlorian Hartig
Best BoyOliver Pfaff

Handlung

Charlie Brown und seine Freunde verbringen einen ganz gewöhnlichen Tag: die rechthaberische Lucy, der Beethoven-verehrende Schroeder, der kleine, kluge Linus mit seiner untrennbaren Schmusedecke, Charlie Browns frühreife Schwester Sally und Snoopy, der außergewöhnliche Beagle. Zu Beginn geben alle ihre Urteile über Charlie Brown ab, während der ewige Pechvogel sich fragt, was es eigentlich bedeutet, ein guter Kerl zu sein (»Opening / Bist in Ordnung, Charlie Brown«). Lucy schwärmt unbeirrt für den am Klavier versunkenen Schroeder und träumt von einer Heirat, die ihn völlig kaltlässt (»Schroeder«). Snoopy räkelt sich auf dem Dach seiner Hütte und träumt sich vom bewunderten Lieblingshund zum wilden Dschungeltier (»Snoopy«). Linus verteidigt seine geliebte Schmusedecke gegen den Spott der Mädchen und malt sich eine Welt aus, in der alle mit ihren Decken selig entspannen (»Meine Decke und ich«).

Charlie Brown kämpft mit seinem widerspenstigen Drachen – bis der berüchtigte drachenfressende Baum ihn verschlingt (»Der Drachen«). Rat sucht er bei Lucy, die an ihrer Fünf-Cent-Sprechstunde als Psychiaterin Dienst tut und ihm am Ende bescheinigt, dass er einzigartig ist, so wie er ist (»Der Doktor ist da«). Schroeder ruft derweil zum großen Fest für den Geburtstag seines geliebten Beethoven auf (»Beethoven Tag«). Zur Mittagszeit brüten Charlie Brown, Lucy, Schroeder und Linus über einem Aufsatz zu »Peter Hase« – jeder auf seine Weise: Lucy schwafelt sich zur vorgeschriebenen Wortzahl, Schroeder vergleicht mit Robin Hood, Linus verliert sich in Küchenpsychologie, und Charlie Brown bringt vor lauter Sorge keine Zeile zustande, während Sally und Snoopy in ihrer Fantasie auf Kaninchenjagd davonziehen (»Der Aufsatz«).

Nach der Pause erfindet Sally, erbost über ein schlechtes Zeugnis, zu Schroeders Verblüffung eine ganz eigene Lebensphilosophie nach der anderen (»Mein neues Motto«). Charlie Brown erzählt seinem Brieffreund von der jüngsten Baseball-Partie, die trotz aller Mühen mit seinem entscheidenden Fehlschlag verloren ging (»T-E-A-M (Baseball-Spiel)«). Bei der Chorprobe unter Schroeders Leitung endet die Eintracht rasch im Streit, bis nur noch Schroeder und Snoopy singen (»Gesangvereinsprobe«).

Draußen erklärt Lucy dem kleinen Linus die Natur nach ihrer ganz eigenen Logik – Käfer zögen das Gras aus dem Boden, der Schnee komme aus der Erde –, bis Charlie Brown entnervt den Kopf gegen einen Baum schlägt (»Was kaum jemand weiß«). Am Abend steigert sich der hungrige Snoopy in eine wahre Opernarie über seine Fütterung hinein, bis Charlie Brown ihm endlich den Napf bringt (»Abendbrot«).

Schließlich findet Charlie Brown einen Bleistift des kleinen rothaarigen Mädchens, seiner heimlichen Liebe – voller Zahnabdrücke: »Sie knabbert an ihrem Bleistift … sie ist ein Mensch!« Auf einmal war der Tag gar nicht so schlecht, und während er aufzählt, was ihn glücklich macht, stimmen alle ein und besingen das kleine Glück des Alltags (»Glücklich sein«). Da tritt Lucy zu ihm, schüttelt ihm die Hand und sagt: »Du bist in Ordnung, Charlie Brown.« Zum Schlussvorhang klingt das Stück in einem letzten Medley aus (»Schlussmusik«).

Über das Stück

Das Musical »Du bist in Ordnung, Charlie Brown« erlebte seine Uraufführung bereits im Jahre 1967, als man den Komponisten Clark Gesner damit beauftragte, seine Songs, die er für die Peanuts-Filme geschrieben hatte, für eine Bühnenversion umzugestalten. Seit dieser Zeit ist »Du bist in Ordnung, Charlie Brown« zum meist gespielten Musical der Geschichte geworden, eignet sich doch die kleine Besetzung und die comic-ähnliche Struktur hervorragend für Schul- und Amateurproduktionen. Die 1999 überarbeitete Version des Stücks lief über ein Jahr mit großem Erfolg am Broadway und erlebte seine deutsche Erstaufführung im Herbst 2000 in Berlin.

Wir freuen uns, die erste Amateurgruppe in Deutschland zu sein, die diese neue Inszenierung auf die Bühne bringen darf. Die anhaltende Popularität der Peanuts im Fernsehen sowie als Comic zeigt, dass ihr nun über fünfzig Jahre alter Charme und Humor zeitlos ist und auch heute noch jung und alt anspricht. Das Musical beschreibt einen typischen Tag im Leben der Peanuts. Da ist der ewige Versager Charlie Brown, seine philosophierende Schwester Sally, die zickige und rechthaberische Lucy, der musikalische Schroeder und natürlich Snoopy, der liebenswerte Beagle von Charlie Brown.

In zahlreichen Szenen erweckt das Stück die Comicfiguren durch seine herzerfrischenden Dialoge und eingängigen Songs zum Leben und garantiert dem Zuschauer einen amüsanten Abend.

Liedfolge

1. Akt
Opening / Bist in Ordnung, Charlie Brown – Ensemble
Schroeder – Lucy
Snoopy – Snoopy / Girls
Meine Decke und ich – Linus / Ensemble
Der Drachen – Charlie Brown
Der Doktor ist da – Charlie Brown / Lucy
Beethoven Tag – Schroeder / Ensemble
Der Aufsatz – Ensemble

2. Akt
Mein neues Motto – Sally / Schroeder
T-E-A-M (Baseball-Spiel) – Ensemble
Gesangvereinsprobe – Ensemble
Was kaum jemand weiß – Lucy / Linus / Charlie Brown
Abendbrot – Snoopy / Charlie Brown
Glücklich sein – Ensemble
Schlussmusik – Ensemble

Die Charaktere

Charlie Brown gewinnt die Herzen mit seiner Verlierernatur. Er ist stets rücksichtsvoll, freundlich und höflich. Man liebt ihn, obwohl er nie ein Baseballspiel gewinnen, nie das Herz des kleinen rothaarigen Mädchens erobern, niemals den von Lucy gehaltenen Football treffen und schon gar nicht seinen Drachen steigen lassen wird.

Linus, obgleich der Jüngste, ist zweifellos der Intellektuelle der Peanuts und überrascht seine Freunde mit seinen philosophischen Theorien und Lösungen zu Problemen, während er dabei noch an seinem Daumen lutscht. In erster Linie leidet Linus jedoch unter seiner großen Schwester Lucy und der Anhänglichkeit Sallys.

Lucy van Pelt gibt sich stets große Mühe, den Chef raushängen zu lassen, mürrisch und zugleich eigensinnig zu sein. Sie hat für jeden einen guten Rat, egal ob er ihn benötigt oder nicht, und besonders Charlie Brown gehört zu ihren Lieblingsopfern. Lediglich bei einem wird sie schwach: Schroeder, der jedoch Beethoven bevorzugt.

Sally spiegelt mit ihrer Lebenseinstellung treffend die Frustrationen und Konfusionen von Kindern wider. Ungehemmt und frühreif begegnet sie ihrem »Zuckerschnäutzchen« Linus. Sein Herz wird sie zwar nie erobern, dafür wickelt sie aber ihren großen Bruder Charlie Brown ständig um den kleinen Finger.

Schroeder eifert fleißig seinem großen Idol Beethoven nach. Obwohl er für gewöhnlich eher reserviert und meist recht ruhigen Gemüts ist, treibt ihn Lucys »Anhimmelei« des öfteren zur Raserei, bis hin zu unkontrollierter Gewalt.

Snoopy ist der wirklich außergewöhnliche Hund Charlie Browns. Ob als Flieger-As aus dem ersten Weltkrieg, als Autor, Anwalt oder Legionär, vom Dach seiner Hütte hat er stets alles im Griff. Beim Abendbrot hört der Spaß für ihn jedoch auf, denn das hat pünktlich in seinem Napf für ihn zu sein. Eigentlich fürchtet er nichts und niemanden, die Nachbarskatze jedoch behandelt er mit großem Respekt.

Ein Projekt der Ehemaligen

Ehemalige »Musicalisten« auf’s Abstellgleis? – Nicht mit uns!!! Lange schon hatten wir es vor …

Mit jedem Jahr, mit jeder Produktion, mit jeder Dernière erwachte in uns Ehemaligen erneut das Verlangen, selbst wieder auf der Bühne zu stehen. Da in der aktuellen Musicalgruppe allerdings hauptsächlich Schüler der Goetheschule Hauptrollen spielen sollten, rückte diese Möglichkeit für uns Ehemalige immer weiter in unerreichbare Ferne.

Um dies endlich einmal zu ändern, fanden sich vom 20. Geburtstag der Musicalgruppe im Oktober 1999 ausgehend einige besonders enthusiastische Ehemalige zusammen. Schnell sollte es gehen. Kurze und intensive Probenarbeit wäre schön. Jeder sollte sich möglichst selbstständig bis zu den Hauptproben vorbereiten. Flexibel sollten die Mitwirkenden sein. Jeder sollte in allen für eine Musicalproduktion wichtigen Bereichen mitarbeiten wollen. – Ein neuartiges, noch nie da gewesenes Projekt im 22. Jahr der Geschichte der Musicalgruppe der Goetheschule Wetzlar.

Und was Sie heute Abend sehen werden, verehrter Zuschauer, ist nun das Ergebnis. Das Ergebnis einer Idee, das Ergebnis eines kürzeren Weges als gewöhnlich für eine neue Produktion, das Ergebnis schweißtreibender, intensiver, manchmal auch banger Arbeit, das Ergebnis eines Projektes. Dazu wünschen wir Ihnen von dieser Stelle gute Unterhaltung und einen vergnüglichen Abend.

Ob es weitere Projekte dieser Art geben wird, können wir im Moment nicht voraussagen. Aber Visionen hätten wir schon …

Ihre Ehemaligen der Musicalgruppe der Goetheschule

Grußwort der Schulleitung

Verehrte Musicalfreunde,

Sie sind heute Abend zu Gast bei einer Musicalaufführung in der Aula der Goetheschule und erleben eine Premiere »anderer Art« in der über 20-jährigen Musical-Geschichte an unserer Schule.

Erstmals haben sich Ehemalige aus der Musicalgruppe der Goetheschule zusammengefunden, nicht um bei der inzwischen zur Tradition gewordenen jährlichen Produktion im Rosengärtchen und der Aula dabei zu sein, sondern um Sie mit einem »eigenen« Musical zu unterhalten.

Es ist offensichtlich: In der Musicalgruppe während der Zeit an der gymnasialen Oberstufe mitzumachen, ist für viele ein ganz besonderes Erlebnis und eine Leistung, die weit über das Abitur hinaus miteinander verbindet und so viel Spaß gemacht hat, dass man – unabhängig vom eingeschlagenen Berufsweg oder Studium – gern wieder einmal bei einem Musical auf der Bühne stehen will.

Dies in unserer Aula zu ermöglichen, ist mir auch deshalb nicht schwer gefallen, weil mir die Ehemaligen versichert haben, dass sie mit »Charlie Brown« ihren »Nachfolgern« in der Musicalgruppe keine Konkurrenz machen wollen, sondern sich selbstverständlich auch weiter in und für die Musicalgruppe engagieren wollen, auch wenn für die meisten die Zeit nicht reicht, um bei einer »großen« Produktion in Wetzlar dabei zu sein.

»Du bist in Ordnung, Charlie Brown« – ich empfinde viel Sympathie für die Hauptfigur der Peanuts, die sich auch durch noch so viele Rückschläge nicht von neuen Anläufen abhalten lässt und der beste Freund von Snoopy ist, und wünsche uns allen einen unterhaltsamen Abend, der vielleicht auch einige Anstöße zum Nachdenken bereit hält.

Ihr Martin Daus, Oberstudiendirektor / Schulleiter

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