Archiv-Aufruf · 2001

Fotos & Erinnerungen gesucht

Von unserer Produktion Fame (2001) haben wir nur noch wenig im Archiv. Wart ihr dabei – auf der Bühne, hinter den Kulissen oder im Publikum? Habt ihr Fotos, Programmhefte, Plakate, Besetzungslisten oder Aufnahmen? Dann meldet euch – wir freuen uns über alles, was diese Produktion wieder lebendig macht.

Worum es geht

Einmal ganz oben stehen, den Namen in Riesenlettern auf der Leuchtreklame sehen, Star sein, von Fans bestürmt, geliebt, gefeiert: Fame – Ruhm! Sie haben es bereits geschafft: Liza Minnelli, Al Pacino und Sarah Michelle Gellar, alle Absolventen der High School of Performing Arts in New York. Genau dorthin wollen auch Nick, Serena, Carmen, Tyrone und all die anderen angehenden Musiker, Tänzer und Schauspieler, die sich der gnadenlosen Aufnahmeprüfung stellen. Vier Jahre lang wird die Schule zum Mittelpunkt ihres Lebens.

FAME erzählt vom harten Weg zum Ruhm – doch der wird nicht nur bestimmt von strengen Lehrern und knochenhartem Training, sondern auch von der ersten Liebe, Freundschaften und Intrigen.

Mitwirkende

Ensemble
Joe VegasJan Müller
Tyrone JacksonHeiko Rühl
Carmen DiazSandra Müller
NickPascal Brummett
SerenaKatrin Künkler
MabelMiriam Klebe
IrisVanessa Seuring
SchlomoJan Guckenbiehl
Kreativteam
RegieKatharina Best & B. Wieland Weitz
Musikalische LeitungFlorian Hartig
Vocal CoachingMelanie Wagner

Es geht um den Traum von Erfolg und Ruhm, davon, ein Star zu sein und wenn es nur für einen Abend wäre. Dies haben die jungen Goetheschüler sicher mit den Figuren gemeinsam, die sie verkörperten: Studenten der »Highschool of Performing Arts« in New York. Nachdem ihre Gebete erhört und sie als Schüler angenommen waren, erfuhren Joe, Tyrone, Carmen und die anderen, was sie erwartet: harte Arbeit.
Harte Arbeit hat auch die Musicalgruppe geleistet und ein - bis auf Längen im zweiten Teil - munteres, lebendiges Stück auf die Bretter gebracht. »Wisst Ihr, was der Hammer ist?« fragte eine Zuschauerin ihre Begleiter und gab gleich die Antwort: »Das sind alles Schüler!«.
Fast alle. Dennoch hatte diese Vorstellung nichts Steifes an sich, sondern überraschte durch flotte Musik, erstaunlich guten Gesang, Humor und ein meist unbekümmert lockeres Spiel. Selten habe ich eine so agile und dynamische Schulaufführung erlebt.

Wetzlarer Neue Zeitung · Gert Heiland

Allen voran Jan Müller als liebenswerter Chaot Joe Vegas. Er hatte ebenso Rhythmus im Blut wie Heiko Rühl in der Rolle des Rebells Tyrone Jackson. Sandra Müller als Carmen Diaz ist ebenso zu nennen. Auch Liebe gab es im Vorfeld der ungewissen Karriere: Berührend nett das ungleiche Pärchen, verkörpert von Pascal Brummett (Nick), dessen Spiel erstaunlich reif war, und Katrin Künkler als mauerblümchenhafte Serena. Ihr Duett »Let’s play a love scene« war eines der schönsten Lieder des Abends. Vom steten Hunger gepeinigt, war Mabel (wunderbar witzig: Miriam Klebe) die Ulknudel des Stücks.

Wetzlarer Neue Zeitung · Gert Heiland

Handlung

New York in den 90ern: Schillernd, pulsierend, innovativ und mindestens genauso dreckig, anonym und kalt. Ort der Handlung ist die Highschool of Performing Arts.

Die Protagonisten: Ein bunt gemischter Haufen von Studenten, die verschiedener nicht sein könnten, denen jedoch eins gemein ist: Der Traum vom Erfolg und eines Tages berühmt sein. Dieser Wunsch lässt in den jungen Menschen eine Motivation wachsen, die sie zu Höchstleistungen antreibt und sie nicht selten sich selber vergessen lässt.

Carmen Diaz z.B., die impulsive Powerfrau, wird genau diese Aufopferungsbereitschaft zum Verhängnis. Sie verlässt vorzeitig die Schule, um in L.A. einen vielversprechenden Job anzunehmen, der ihr jedoch nichts weiter bringt, als eine Laufbahn in Drogenexzessen bis hin zum Tod.

Als Nächstes ist da wohl Tyrone Jackson. Er kommt aus der Bronx und kann weder lesen noch schreiben. Nur ist er vielleicht der Einzige, der wirklich das Talent hätte, als Tänzer Karriere zu machen. Doch selbst das reicht für ihn nicht aus, um einen Abschluss an der Highschool of Performing Arts zu machen.

Nick Piazza kommt aus einer Schauspielerfamilie und einem reichen Elternhaus; er konnte bereits erste T.V. – Erfahrungen sammeln. Nick entspricht zunächst ganz dem Klischee eines arroganten Einzelgängers. Wenn da nicht Serena Katz wäre. Sie hält sich selbst für ziemlich unscheinbar und hat wohl auch recht damit. Am Anfang zumindest! Auf jeden Fall schafft sie es als Einzige, dem sonst so distanzierten und nur auf die Arbeit konzentrierten Nick näher zu kommen.

Und so hat jeder in der Schule seine mehr oder minder ernst zu nehmenden Probleme: Schlomo, der von Carmen sitzen gelassen wird; Keule, die als Schlagzeugerin ihre Zuneigung zu Schlomo nicht zeigen kann; Mabel, die als Tänzerin ein ernstes Gewichtsproblem hat; Joe, für den Zurückhaltung in jeglicher Hinsicht ein Fremdwort ist; Miss Sherman, die ihren Hauptfächern Priorität gibt;… Und doch haben sie alle etwas, was sie irgendwie liebenswert macht, was sie dem Zuschauer näher bringt. Und zum Schluss, wenn dann (fast) alle ihr Diplom in den Händen halten, kann man einfach nicht anders, als sich mit ihnen auf die Zukunft zu freuen.

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