Nach 40 Jahren kommt PIPPIN zurück auf die Bühne der Goetheschule! Aber nicht nur wir und die Welt um uns herum haben uns seitdem enorm weiterentwickelt, sondern auch das Musical. 2023 zeigen wir die aufregende neue Broadway-Revival-Fassung des Kultmusicals von Stephen Schwartz und Roger O. Hirson. Im Sommer 2023 heißt es in der Aula der Goetheschule »wir erschaffen Magie«.
Vier Tony Awards erhielt die neue Fassung von PIPPIN, nachdem sie in einem großen Revival am Broadway 2013 gefeiert worden war. Dieses Musical um einen jungen Mann auf dem Weg ins »richtige« Leben ist ein inzwischen legendäres Meisterwerk des Komponisten Stephen Schwartz, dem vierfachen Grammy- und dreifachen Oscar-Preisträger.
Titelfigur ist Prinz Pippin (773-810), Sohn Karls des Großen und Erbe des fränkischen Throns. Der junge Mann sucht nach Glück und Erfüllung und begegnet den Gefahren in dem, was man heute Selbstverwirklichung nennt. Glücklos auf dem Schlachtfeld, bei den Frauen, in der Politik, kann Pippin aus dem Schatten des Vaters nicht heraustreten. Doch auch (und gerade) aus Niederlagen schöpft man wertvolle Erfahrung – aber kann Pippin wirklich wahres Glück im einfachen Leben finden?
Foto: Svenja Kugler
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Wir danken dem Schauspiel Frankfurt, dem Neuen Kellertheater Wetzlar, dem Stadttheater Gießen und der Jungen Oper Baden-Württemberg e.V.
Zweieinhalb Stunden lang bot die Aufführung der Musicalgruppe der Goetheschule eine bunte Show mit viel Action, aber auch ruhigen Momenten. [...] Das Musical spielt den schweren geschichtlichen Stoff teils in einer Leichtigkeit, die es den Zuschauern ermöglicht, sich selbst zu identifizieren, eigene Fragen an das Leben wiederzufinden.
Wetzlarer Schulmusicalgruppe liefert mitreißende Zirkusshow
In einem etwas heruntergekommenen Zirkus fordert der Leading Player seine Zuhörer:innen auf, mit seiner mysteriösen Gauklertruppe auf eine magische Reise zu gehen, welche mit einem spektakulären Finale enden wird. Die Schauspieler:innen werden zum Hof von König Karl dem Großen und wir folgen seinem Sohn Pippin.
Erster Akt
Pippin träumt davon, seinen Platz in der Welt zu finden: Er möchte unbedingt etwas Besonderes sein. Es materialisiert sich seine innere Stimme: Der extravagante Leading Player, der Pippin ein Spektakel von außergewöhnlicher Qualität verspricht.
Frisch von der Universität nach Hause zurückgekehrt, trifft Pippin auf seinen übermächtigen Vater, Karl den Großen. Um seinem Vater und seinem Bruder Ludwig zu gefallen, versucht er sich im Kriegshandwerk. Aber das Soldatendasein ist nichts für Pippin. Seine Großmutter Bertha nimmt ihn sich danach zur Brust: Sie ermahnt Pippin, dass er sein Leben in vollen Zügen genießen müsse, denn irgendwann sei seine Zeit vorbei. Gesagt, getan: Pippin wendet sich dem anderen Geschlecht zu. Er flirtet und liebt ausgiebig, zuerst unschuldig und dann ausufernd. Desillusioniert stellt er fest, dass ihn das aber auch nicht erfüllt. Der Leading Player stachelt Pippin an, sich aus dem Schatten seines tyrannischen Vaters zu befreien: Zusammen mit Fastrada, Pippins Stiefmutter, verführt er Pippin dazu, seinen Vater zu töten.
Zweiter Akt
Pippin versucht sich als gerechter König. Doch er sieht ein, dass ihm auch das nicht liegt. Pippin versucht sich danach in Kunst und Religion, doch nichts kann ihn erfüllen. Niedergeschlagen trifft er auf Katharina und Theo, eine Witwe und ihren Sohn. Die beiden nehmen ihn auf und führen ihn behutsam in ihre Welt ein: das normale Leben auf einem Bauernhof. Nach einigen Startschwierigkeiten lernt Pippin Katharina und Theo lieben. Doch immer wieder taucht seine innere Stimme auf, die ihn antreibt, etwas Größeres anzustreben. Und so verlässt Pippin schließlich diese Familie und wählt doch das große Finale. Der Leading Player und seine Schauspieler zeigen Pippin, was das bedeutet: Sie drängen ihn, auf eine Leiter zu klettern, und verlangen von ihm, dass er in ein brennendes Fass springen soll. Jedem, zuletzt auch Pippin, wird klar, dass er diesen Sprung nicht überleben wird.
Als aber Katharina und Theo auftauchen, besinnt sich Pippin. Er beschließt, sich nicht mehr führen zu lassen und verlässt den Zirkus.
Erster Akt
Wir entfachen Magie (Magic To Do)
Mein Platz auf dieser Welt (Corner of the Sky)
Krieg ist nicht einfach (War Is a Science)
Ruhm und Ehre (Glory)
Lebensfreude (Simple Joys)
Zeit zu leben (No Time At All)
Mit dir (With You)
Etwas Sonne schenken (Spread a Little Sunshine)
Morgenrot (Morning Glow)
Zweiter Akt
Entr’acte
Der rechte Weg (On the Right Track)
Frau wie ich (Kind of Woman)
Etwas ganz besonderes (Extraordinary)
Gebet für eine Ente (Prayer for a Duck)
Liebe (Love Song)
Ich glaub’ er wird mir fehl’n (I Guess I’ll Miss the Man)
Finale
Gespielt in der deutschen Übersetzung von Frank Thannhäuser, Iris Schumacher und Nico Rabenald.
Stephen Schwartz wurde 1948 in New York City geboren und begann schon früh, Musik zu schreiben. Seinen ersten großen Erfolg feierte er 1972 mit dem Musical »Pippin«, für dessen Uraufführung am Broadway unter der Regie von Bob Fosse er 1973 den Tony Award für »Beste Musik« und »Beste Liedtexte« und 1976 den Grammy Award für das beste Musical-Showalbum erhielt. Es folgten u.A. die Musicals »The Magic Show« (1974), »Working« (1978) und »Children of Eden« (1991). Im Jahr 1996 gewann er den Oscar für den besten Song mit »Colors of the Wind« aus »Pocahontas«. Für Disneys »Der Glöckner von Notre Dame« schrieb er Musik und Liedtexte. Seinen größten Erfolg feierte Schwartz mit dem 2003 uraufgeführten und seitdem weltweit gespielten Musical »Wicked«.
Roger O. Hirson wurde 1926 in New York geboren und war im 2. Weltkrieg als US-Soldat in Europa. Anschließend absolvierte er ein Studium der Englischen Literatur an der Yale University und arbeitete in den 50er und 60er-Jahren als Drehbuchautor für Filme und Fernsehserien. Später schrieb er die Bücher der Musicals »Walking Happy« und »Pippin«. Für beide Stücke wurde er für den Tony-Award in der Kategorie »Bestes Buch« nominiert. Sein letztes Werk war die Fernsehserie »A Woman Named Jackie« im Jahr 1991.
An neun Abenden im Juli spielte die Musicalgruppe der Goetheschule, kurz vor den Sommerferien, das Musical »Pippin«. Die Schülerinnen und Schüler überzeugten das begeisterte Publikum und sorgten für ein außergewöhnliches Theatererlebnis, das jeden Abend mit langem Applaus belohnt wurde.
Weiterlesen →Wenn Pippin den magischen Zirkus betritt, betritt er eigentlich seine eigene Psyche. Regisseur Julian Goletzka über die innere Stimme, die einen Jugendlichen antreibt, über Väter und Söhne – und über die Frage, ob ein Kompromiss ein Verrat an den eigenen Träumen ist.
Weiterlesen →»Was ist mein Platz in dieser Welt?« ist die Frage, die Pippin, Sohn des Königs Karl, umtreibt. Er möchte mit seinem Vater in die Schlacht ziehen und die Feinde bezwingen, doch dieser hält seinen Sohn für ungeeignet für das Kriegshandwerk. Eine mysteriöse Gauklertruppe, allen voran deren charismatische Anführerin,…
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